Im Leitartikel unserer Corona-Artikelserie und in unserer Rundmail zu dem Thema haben wir 5 „Kurztipps“ erwähnt und nicht weiter ausgeführt, was wir damit meinen. Jeden dieser Corona-Kurztipps möchten wir in diesem Artikel weiter ausführen.

1. Investiert in Technologie, um ortsunabhängiges Arbeiten zu ermöglichen

Wie wir bereits in unserem Artikel zum Thema Homeoffice ausgeführt haben, arbeiten mehr als 17 Millionen Menschen in Deutschland an Büroarbeitsplätzen. Wir gehen davon aus, dass ein großer Teil der Tätigkeiten, die diese Personen bei der Arbeit ausführen, von zu Hause aus erledigt werden können. Bevor jemand die Arbeit ganz oder teilweise einstellen muss oder dem Risiko ausgesetzt ist zu erkranken, sollte kritisch geprüft werden, ob es nicht doch Möglichkeiten gibt, die Arbeitsfähigkeit im Homeoffice herzustellen.

2. Beansprucht staatliche Unterstützung

Es ist nicht nur schade, sondern mitunter auch existenzgefährdend, sich über Soforthilfemaßnahmen, Förderungen und Darlehen nicht zu informieren. Ein Antrag ist oft schnell erledigt und der mögliche Nutzen für das Unternehmen ist sehr groß! Das, was wir über das Thema wissen, haben wir in einem Artikel zum Thema finanzielle Unterstützung während der Corona-Krise zusammengefasst. Bitte sprecht euch dringend mit Steuerbüros, Banken und Ämtern ab und sucht euch externe Unterstützung um die bestmögliche Lösung für euer Unternehmen zu finden. Wir unterstützen gerne beispielsweise bei der Liquiditätsplanung. Wenn ihr wertvolle Informationen habt, die ihr uns mitgeben möchtet, damit wir sie mit anderen Unternehmen teilen oder wenn ihr selbst Unterstützung braucht, um das Thema anzugehen, kontaktiert uns bitte.

3. Bleibt in engem, regelmäßigen Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen

Für uns sind unsere Kolleginnen und Kollegen nicht nur irgendwelche fremden Menschen. Sie sind gute Bekannte, vielleicht sogar enge Freunde, und vor allem sind sie Menschen mit Potenzialen, Wünschen, Sorgen und Bedürfnissen. Uns ist es, insbesondere in Krisenzeiten, wichtig, füreinander da zu sein und uns gegenseitig zu stärken und zu unterstützen. Unabhängig davon ist auch die tägliche Arbeitsorganisation im Homeoffice einfacher, wenn wir es schaffen, in Kontakt zu bleiben. Aus diesem Grund telefonieren wir aktuell an jedem Werktag zumindest für ein paar Minuten miteinander. Wir nutzen die Gelegenheit zu persönlichem Austausch, zum Teilen von Informationen über die Corona-Pandemie und zum Organisieren und planen unserer Arbeit. Wie wir das machen, könnt ihr in unserem Artikel zum Thema Homeoffice/ortsunabhängiges Arbeiten nachlesen.

4. Nutz die Entschleunigung zur Regeneration und zur Optimierung

Wenn Kundentermine rar werden, die Produktion runtergefahren wird und kaum montiert werden kann, ist ein guter Moment um am System zu arbeiten. Nutzt die Zeit für Mitarbeitergespräche (natürlich digital), Prozessoptimierung, strategische Überlegungen, Online-Umfragen, Budgetplanungen und andere interne Projekte. Wir selbst widmen unsere Zeit zum Beispiel der Finanzplanung, der Produktentwicklung und der Recherche und Aktualisierung von Inhalten. Wir haben einen Artikel mit ein paar Ideen zusammengestellt, wie man von zu Hause aus ein Unternehmen verbessern kann, um in einigen Punkten sogar gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

5. Achtet auf eure Gesundheit

Zur Bekämpfung der Pandemie ist es unerlässlich, dass wir vorsichtig mit unserer eigenen Gesundheit umgehen und möglichst keine Risiken eingehen. Haben wir Kontakt zu infizierten Menschen und werden mitunter selbst krank, so ist das nicht nur für uns ein Risiko, sondern auch für unsere Familien, die Nachbarschaft, Kolleginnen und Kollegen und letzten Endes für die gesamte Gesellschaft. Wir riskieren die Überlastung des gesamten Gesundheitssystems, was dazu führt, das Behandlungsbedürftige nicht adäquat versorgt werden können. Aus diesem Grund sehen viele Pandemiepläne und Infektionsschutzmaßnahmen vor, den Kontakt zwischen Menschen zu verringern. Es geht nicht darum, dass sich möglichst wenig Leute anstecken. Es geht nur darum, dass sich nicht alle gleichzeitig anstecken. „Social distancing“ haben wir zu Beginn unseres Artikels namens „Homeoffice und ortsunabhängiges Arbeiten: Wie „social distancing“ auch im KMU gelingt“ erklärt. Weitere von uns genutzte Informationsquellen haben wir ebenfalls in einem Artikel aufgelistet.

Für unsere Gesundheit können wir viel tun, was über die aktuellen Empfehlungen zu Hygiene und Infektionsschutz hinaus geht. Vor allem alltägliche Gewohnheiten, die uns jeden Tag nur ein paar Minuten kosten, können sich langfristig auszahlen. Fällt die Zeit zum Pendeln weg, kann diese vielleicht stattdessen in eine Runde Krafttraining, eine entspannende Meditation oder in 30 Minuten mehr Schlaf investiert werden.

6. Lebt Selbst- und Nächstenliebe

Jeder von uns hat eigene Schwierigkeiten und einen individuellen Umgang mit dieser weltweiten Krise und das ist in Ordnung. Stellen wir bei uns selbst Angst oder Sorge fest, so ist das in Ordnung und wir sollten uns selbst dafür nicht rügen, sondern wahrnehmen, dass dahinter unerfüllte oder gefährdete Bedürfnisse stecken. Es ist wichtig, dass wir uns selbst akzeptieren und lieben mit all unseren Stärken und Schwächen.

Gleichzeitig gibt es Menschen in unserer Familie, in unseren Unternehmen und unserer Nachbarschaft, für die wir gerade hilfreich sein können. Manche Kolleginnen und Kollegen brauchen vielleicht einfach ein offenes Ohr für ihre Sorgen. Anderen Menschen können wir mit Einkäufen, Hilfe im Haushalt oder auch Unterstützung bei der Verwendung neuer Hard- und Software weiterhelfen. Wir können an zahlreichen Organisationen Geld oder Waren spenden (ein paar Möglichkeiten sind unter „Quellen und Ressourcen“ verlinkt) und die Rechenleistung unserer Computer für die Forschung zur Verfügung stellen. Man kann als Aushilfskraft beim Robert-Koch Institut im nationalen Krisenmanagement tätig werden oder andere gemeinnützige Organisationen unterstützen. Es ist auch weiterhin sicher Blut und Plasma zu spenden. Und natürlich können wir alle etwas Zeit mit unseren Liebsten verbringen. Was wir geben, wird uns auch früher oder später gegeben.

Wir hoffen, dass euch unsere Artikel inspirieren und euch dabei unterstützen, zu entscheiden, was euch und eurem Unternehmen in den nächsten Tagen und Wochen guttun könnte. Schon immer ist uns eine persönliche Beziehung und enger Kontakt zu euch sehr wichtig. Das gilt besonders in Krisenzeiten, da wir jetzt besonders auf die Kraft von freundschaftlichen Beziehungen angewiesen sind, um uns gegenseitig zu stärken und zu unterstützen.

Viel Kraft, Mut und Gesundheit wünscht euch das gesamte coduco Team!

Quellen und Ressourcen:
https://www.welthungerhilfe.de/corona-spenden/ zuletzt abgerufen am 22.03.2020
https://www.startnext.com/pages/hilfsfonds/campaign/corona-virus-shutdown-spenden-amp-crowdfunding-323 zuletzt abgerufen am 22.03.2020
https://diakonie.at/coronavirus-hilfsfonds zuletzt abgerufen am 22.03.2020
https://www.tafel.de/ueber-uns/aktuelle-meldungen/aktuelle-meldungen-2020/wegen-corona-tafeln-rufen-zu-solidaritaet-und-unterstuetzung-auf/ zuletzt abgerufen am 22.03.2020
https://foldingathome.org/ zuletzt abgerufen am 22.03.2020
https://bewerbung.dienstleistungszentrum.de/frontend/RKI-BVA-2020/dashboard.html?fbclid=IwAR3vhY7BPed3DtweOlKonbgK8ji1jrRd3LQvZ00LMjqUdKP_LMEQTBYULYE zuletzt abgerufen am 22.03.2020
https://www.drk-blutspende.de/infos-blutspende-coronavirus.php zuletzt abgerufen am 22.03.2020