Jedes Unternehmen kann wachsen und dann ändern sich auch die Strukturen innerhalb des Unternehmens. Deshalb sollte man als Unternehmer immer ein Auge auf die aktuelle Größe des Unternehmens haben. Wie man die Übergänge zwischen den Phasen dieses Unternehmenswachstums überwinden kann und worauf es in den einzelnen Phasen ankommt, zeigen wir im Folgendem. Angelehnt an die Greiner Kurve, von Larry E. Greiner, haben wir für die verschiedenen Wachstumsphasen ein Modell entwickelt. Im Folgenden werden die ersten drei Wachstumsstufen vorgestellt und ihre Stärken sowie Grenzen aufgezeigt. Eine detaillierte Beratung gibt es während unserer Seminartermine oder im direkten Kontakt mit uns.

Die einzelnen Wachstumsphasen eines Unternehmens.

Pionierphase
Am Anfang eines jeden Unternehmens steht die Idee einer Einzelperson oder einer kleinen Gruppe. Diese Idee wird von allen Beteiligten gleichermaßen verfolgt und man stößt in unbekannte Gebiete vor. In dieser Phase gehen die verschiedenen Mitglieder noch kaum spezialisiert ihrer Arbeit nach und legen so den Grundstein für ein funktionierendes Unternehmen. Jeder kennt die Abläufe des jeweils anderen und kann bei Engpässen und Hürden aushelfen. Das Team besteht somit aus Allroundern, die in vielen unterschiedlichen Bereichen Kompetenzen aufweisen.

Am Ende der Pionierphase steht dann die Führungskrise. Hierbei wächst das Team so weit an, dass es für einzelne Bereiche schon Spezialisten gibt. Diese können nur noch schwierig bei Engpässen und Hürden aushelfen. So werden die alteingesessenen Allrounder mit Organisatorischen Aufgaben überfordert. Um diese Krise zu überwinden müssen neue Arbeitsstrukturen und -mechanismen geschaffen werden.

Direktive Phase
Um die Führungskrise zu überwinden, müssen abteilungsähnliche Strukturen geschaffen werden. Unter der Führung der schon länger im Unternehmen arbeitenden Allrounder können die neuen Spezialisten ihr volles Potenzial entfalten. Die Allrounder können sich gegenseitig noch unterstützen und bei Engpässen aushelfen. Diese grobe Aufteilung bedeutet jedoch auch, dass es zwar schon erste klare Arbeitsbereiche gibt, diese aber nicht mit einer komplett autonomen Führungskraft besetzt sind. So wird bei einem weiteren Wachstum der Workload für die Allrounder immer größer, da sie weiterhin über alle Vorgänge im Unternehmen bescheid wissen müssen.

Am Ende der Direktiven Phase stellt meist die höchste Führungsperson einen Flaschenhals dar, da niemand autonom Entscheidungen treffen kann und alle auf das Urteil der Geschäftsführung angewiesen sind. Alle Entscheidungen werden, zum Teil nur aus Gewohnheit, durch die Leitung abgesegnet. In der sogenannten Autonomiekrise wird das Unternehmen immer handlungsunfähiger und neue Wege müssen beschritten werden.

Delegationsphase
Damit das Unternehmen seine Handlungsfähigkeit wieder zurück erlangt muss die höchste Führungsperson einen Teil der Entscheidungsgewalt abgeben. Aus den abteilungsähnlichen Strukturen müssen abgegrenzte Bereiche mit eigenständigen Leitungen und genau ausdifferenzierten Aufgaben und Zielen entstehen. Es bilden sich, je nach Unternehmenskultur, entweder klassische Abteilungen, Kreise oder Teams. Klare Kommunikationsstrukturen werden entwickelt, so dass Entscheidungen innerhalb der neu festgelegten Bereiche weitergegeben werden können. So kann der Workload gut unter den einzelnen Führungspersonen aufgeteilt werden und das Unternehmen kann weiter wachsen.

Am Ende der Delegationsphase entsteht jedoch ein so enormer Kommunikationsbedarf über die Abteilungen hinweg, dass die einzelnen Leitungspersonen die ganzen Informationen nicht mehr untereinander weitergeben können. Die Kommunikationskanäle sind überlastet. Man spricht hier von der Kontrollkrise. Diese kann jedoch wiederum durch das Schaffen von neuen Strukturen und Abläufen beseitigt werden, wenn dabei die neue Unternehmensgröße berücksichtigt wird.

Gerade für Unternehmen, die jetzt gerade merken, dass sie an einem bestimmten kritischen Punkt ihres Wachstums angekommen sind, ist die genaue Analyse sowie fachmännische Betreuung der damit zusammenhängenden Prozesse ein wichtiger Schritt für weiteres gesundes Wachstum und ein gutes Miteinander. Der Leidensdruck ist vermutlich schon fühlbar. Vielleicht sind schon teure Fehler passiert und professionelle Beratung stellt eine zusätzliche finanzielle Belastung dar. Um aber eben diesen Firmen die Möglichkeit für eine zielführende Beratung zu geben, gibt es das Programm unternehmenswert:Mensch. Hierbei handelt es sich um eine Aktion des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Europäischen Sozialfonds. Je nach Unternehmensgröße können bis zu 80% der Kosten übernommen werden. Wir haben in den letzten Jahren gute Erfahrungen mit dem Förderprogramm gesammelt und können es noch bis Ende Juni an Neuaufträge weitervermitteln. Für weitere Informationen über Fördermöglichkeiten sprechen Sie uns einfach an.


Am 1. Mai wird mit dem Tag der Arbeit an die globalen Demonstrationen zur Durchsetzung der 8 Stunden Woche gedacht. Auch heute gibt es deutschlandweit wieder Demonstrationen, bei denen Arbeitnehmer ihrem Unmut Luft verschaffen. Unmut, der an einigen Arbeitsplätzen durch schwerfällige Strukturen und Abläufe hervorgerufen wird, die dringend überarbeitet werden müssen. Hierbei spielen häufig eine Vielzahl von kleinen Faktoren zusammen, die das tatsächliche Potenzial von Unternehmen hemmen. Weil das Thema sehr vielfältig ist und oft schon kleine Verbesserungen in den bestehenden Abläufen und Strukturen helfen, befassen wir uns damit in den nächsten Beiträgen. Für einen tieferen Einblick bieten wir ab Herbst wieder unsere Seminarreihe an. Für weitere Informationen nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

Kommunikationswände abbauen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. (Bild von Free-Photos auf Pixabay)

Meetings- und Kommunikationsstrukturen
Ein Knackpunkt sind mangelnde oder fehlende Meetings- und Kommunikationsstrukturen. Diese zu verbessern hilft nicht nur bei unternehmensinternen, sondern auch bei externen Treffen und Gesprächen. Neben einer schnellen und geregelten Kommunikation können so auch Verständigungsprobleme und mögliche Fehlerquellen schnell ausgeschlossen und umgangen werden.

Eine fehlende oder unpassende Kommunikationsstruktur, ist wie eine Wand zwischen einzelnen Abteilungen. Gibt es beispielsweise einen Informationsaustausch zwischen Verkauf und Fertigung sind diese beiden Abteilungen die Kommunikationsorgane. Der Mailverkehr, das Telefongespräch oder der persönliche Kontakt sollten hier Wege sein, auf welchen Informationen von einer Seite zur anderen weitergegeben werden. An solchen Wegen kann durch verschiedene Störfaktoren ein verringerter Informationsfluss entstehen, so dass wichtige Nachrichten nicht mehr oder nur fehlerhaft von der einen in die andere Abteilung weitergegeben werden. Durch Frust, weil die ganzen Gespräche ja doch nichts helfen, wird die Kommunikation dann verringert und es entsteht eine Kommunikationswand. Die Symptome verschlimmern sich weiter, es entstehen noch mehr Fehler und Unklarheiten und auch persönliche Beziehungen mit den Kollegen leiden vermehrt. Die Kommunikationswand wird immer höher.

Ein gängiges Vorgehen für eine verbesserte Kommunikationsstruktur ist es deshalb, diese Wände ausfindig zu machen und mit allen beteiligten Organen daran zu arbeiten, diese abzubauen und durch Wegen zu ersetzen. Ergebnisse solcher Verbesserungen können sehr verschieden sein. Beispielsweise könnte ein gemeinsamer Definitionskatalog für verschiedene wichtige Begriffe erstellt werden, damit alle Beteiligten dasselbe Vokabular verwenden. Es kann aber auch das Umstellen auf einen komplett neuen Kommunikationsweg bedeuten. Neue Meeting Formate können eingeführt werden oder die Beteiligten können entscheiden, dass in Zukunft immer ein neutraler Moderator dabei sein muss. Wie die Kommunikationswand abgebaut werden kann, hängt dabei von der Problemstellung ab. Es geht darum herauszufinden, was in der aktuellen Situation eine Verbesserung herbeiführt.

Besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die sich gerade im Wachstum befinden, verändern sich stets die Anforderungen an die vorhandenen Kommunikationswege. Diese müssten eigentlich mit der Unternehmensgröße mitwachsen und sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Wenn sich die Kommunikationswege adäquat weiterentwickeln, und so eine verbesserte Meetings- und Kommunikationsstruktur entsteht, kann das zu einer Steigerung des Umsatzes und einem besseren Arbeitsklima für alle Abteilungen führen.

Gerade für Unternehmen, die jetzt gerade merken, dass die Kommunikationswände immer höher werden, ist die genaue Analyse sowie fachmännische Betreuung der damit zusammenhängenden Prozesse ein wichtiger Schritt für weiteres gesundes Wachstum und ein gutes Miteinander. Der Leidensdruck ist vermutlich schon fühlbar. Vielleicht sind schon teure Fehler passiert und professionelle Beratung stellt eine zusätzliche finanzielle Belastung dar. Um aber eben diesen Firmen die Möglichkeit für eine zielführende Beratung zu geben, gibt es das Programm unternehmenswert:Mensch. Hierbei handelt es sich um einen Fördertopf der durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Je nach Unternehmensgröße können bis zu 80% der Kosten übernommen werden. Wir haben in den letzten Jahren gute Erfahrungen mit dem Förderprogramm gesammelt und können es noch bis Ende Juni an Neuaufträge weitervermitteln. Für weitere Informationen über Fördermöglichkeiten sprechen Sie uns einfach an.